kairós -
das richtige Handeln
zum rechten Zeitpunkt


Philosophie-News
Die Gelegenheit ergreifen
Lesen Sie dieses Buch: "Die Gelegenheit ergreifen. Eine politische Philosophie des Kairós" - Autor: Alexander Neupert-Doppler. 2019
Er ist Politikwissenschaftler, Philosoph und Historiker, Mitarbeiter für Politische Theorie am Institut for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam.
Aus einer Rezension: "Bei Geschichtsphilosophie geht es auch darum, aus der Geschichte zu lernen und Theorie vermag auf Fragen aufmerksam zu machen, die aber nur in der Praxis zu lösen sind. Die "Kairósfrage" ist darum aktuell, um Praxis theoretisch zu fundieren, damit sie Kritik und Utopie verbindet. [...] Kairós hat eine objektive und eine subjektive Seite: Er bezieht sich auf historische Umstände, muss aber genutzt werden. Verpasst man den Kairós, ist das nicht einfach ein Missgeschick, immer hängt ihm auch Tragisches an, und vor allem stellt sich auch die Frage, wie die Massen selbst das nötige Kairósbewusstsein entwickeln können."
Verlag Mandelbaum, Wien
"Wieso meinen im 20. und 21. Jahrhundert überhaupt Menschen, dass es sich lohnt aus dem Kairós, dem griechischen Gott der guten Gelegenheiten, einen Begriff zu machen, der uns helfen soll, Geschichte und Politik besser zu verstehen?" Ein Zitat aus der Einleitung S. 9
(Erstellt am 21.10.2020, 17:29)

News vom Philosophie Magazin
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(Erstellt am 22.09.2020, 8:02)

Die Stunde der Philosophie
Corona-Virus. Die philosophische ("stoische") Haltung: Gelassenheit. Bei Epikur heißt es: "Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich der Grundsatz, dass kein Übel ewig währt, ja nicht einmal sehr lange dauern kann". Die Kairos-Philosophie ist jetzt gefragt. Wer Angst hat, lebt nicht in der Gegenwart. Die Philosophie kann den Menschen zeigen, wie Denk-Ökonomie funktioniert. Im Übrigen ist die Philosophie schon seit Jahrzehnten keine rein akademische Angelegenheit mehr. Sie ist aus dem berühmt-berüchtigten Elfenbeinturm herabgestiegen und wieder auf dem Marktplatz anzutreffen, wie Sokrates seinerzeit. Schauen Sie sich den Gedankengang von Slavoj Žižek in der NZZ an.
(Erstellt am 18.03.2020, 9:16)

Agnes Heller
Am 19. Juli 2019 ist Agnes Heller gestorben. Hier dieses schöne Zitat: Manchmal wird über meine philosophischen Schriften gesagt, ich schreibe und rede wie eine Lehrerin. Ich habe tatsächlich unverbesserlich und unwiderstehlich – unausweichlich? – etwas Lehrerinnenhaftes in meinem Wesen, das ich übrigens gar nicht mag. Ich mag keine Lehrerin sein, weil ich der Ansicht bin, dass es nichts gibt, was ich einen anderen Menschen lehren könnte. Ich habe stets geglaubt und gedacht, dass es in der Philosophie und im Leben überhaupt auf das Denken ankommt. Und das gilt nicht nur für die Philosophen; die Menschen müssen stehen bleiben, in sich gehen und darüber nachdenken, was sie tun wollen, und warum sie das tun, was sie tun. Und sie dürfen nicht alles für bare Münze nehmen, was ihnen als bare Münze verkauft wird. Das heißt, am Denken hängt tatsächlich eine ganze Menge. („Se félelem, se keseruség” - „Weder Angst noch Bitterkeit“, Jelenkor 2009)
(Erstellt am 28.07.2019, 11:08)

Hier entsteht (alles ist im Aufbau begriffen) eine Internetpräsentation der Themen

  1. Der Augenblick

  2. Die Zeit

  3. Der Zufall

Motivation

 

Copyright Gerri Zotter

Mich beeinflusst dieses Thema "der günstige Augenblick" sehr. Es gehört zum Leben, dass wir immer wieder vor Entscheidungen stehen und manchmal das klare Wissen haben, jetzt hab ich den Augenblick für die richtige Entscheidung versäumt, jetzt - das wäre es gewesen ... Aus diesen Erfahrungen (eben mit diesem unangenehmen Beigeschmack) kann man viel lernen. Jeder von uns kann nun sein Gewordensein lassen wie es ist, oder auch beginnen, eine Lebensschule (eine Kairos-Schule) für dieses Lernen des Lebens im Augenblick anzufangen.

Wir haben zwei Möglichkeiten! Von anderen lernen oder durch sich selbst, durch Selbstbeobachtung und indem wir die eigene Selbstachtung anzuheben versuchen. Aber wir wissen alle, wie schwer es ist, sich zu verändern, seinem Habitus eine neue Richtung zu geben. Es geht nur über den Willen, durch das eigene Engagement, durch zielstrebiges Handeln. Die erfüllenden existentiellen Augenblicke werden so immer mehr.

Und wo ist das Vorbild? Die Erfahrung eines Mitmenschen, die mir helfen könnte?
Ich lese oft solche Sätze: Im Jetzt sein, in einem höchstmöglichen Maße anwesend, gegenwärtig sein. Ich verstehe es als eine Fähigkeit und zugleich als eine Haltung, die es mir ermöglicht, im Augenblick zu leben.
Aber wo sind die konkreten Beispiele für diese Beschreibungen?

Allgemeine Hinweise


In nächster Zeit (ab Juli 2012!) werden hier zu den oben angegebenen Themen Texte und Arbeiten veröffentlicht werden. Wenn Sie möchten, tragen Sie Ihre Stellungnahmen, Ihre Erfahrungen, Ihre philosophischen Überlegungen auf den Blog Kairos-Seiten ein.
Diese Seiten sollen auch zu philosophischen Aktivtäten verlinken, Veranstaltungen bekannt machen, wie z.B. über den Veranstaltungskalender des "blauen reiters". Kurzum: Es soll kairos.at philosophisch aktuell sein.


 

Buchtipps
Jacques Lusseyran: Das wiedergefundene Licht. Klett-Kotta 2017
Jim Holt: Gibt es Alles oder Nichts? Hamburg 2016
Emmanuel Carrère: Das Reich Gottes, Berlin 2016
Luciano Floridi: Die 4. Revolution. Wie die Infosphäre unser Leben verändert. Suhrkamp Verlag, Berlin 2015
Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik. Suhrkamp, Berlin 2014
Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann; C.H. Beck Verlag, München 2012
Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon. btb, 2006
Daniel Gilbert: Ins Glück stolpern, Riemann, 2006


Letzte Bearbeitung: 26.3.2020

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